Headline-Amelie Kahl

Erzähl uns ein bisschen über dich…
Ich bin Amelie, bin 26 Jahre alt und führe seit 2013 mit Milena und Antonia das Onlinemagazin amazed. Arbeite außerdem freiberuflich als Werbetexterin.


Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?
Den gibt es in dem Sinne nicht, weil jeder Tag bei mir anders aussieht. Aber ich versuche mir meine Routine selbst zu schaffen, indem ich jeden Tag um 7 Uhr morgens aufstehe, mir meinen Kaffee mache und Mails beantworte. Dann gehe ich in der Regel in unser Büro, gehe zu Meetings oder bin im Home-Office – das ist jeden Tag anders.


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Wie schaltest du nach einem langen Arbeitsalltag ab?
Ich mache mein Handy aus – das ist das allerwichtigste. Ich schaue dann nicht mehr in meine WhatsApp-Nachrichten, nicht mehr auf Instagram, mache einfach alles aus. Um dann mehr zu lesen, Yoga zu machen, ins Kino zu gehen, zu kochen oder auch mal gar nichts zu machen.


Wie sehr beeinflusst dich Instagram?
Instagram hat einen hohen Stellenwert bei mir. Auch alleine, weil es zu meinem Job gehört. Ich nutze es als Inspirationsquelle und folge ganz wunderbaren Frauen, die ich unheimlich inspirierend finde. Man neigt allerdings dazu, sich zu vergleichen, deswegen ist es sehr wichtig, das Handy auch mal wegzulegen.


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Was inspiriert dich?
Das sind viele Dinge. Bücher, das Weltgeschehen, Ausstellungen, die Straßen, meine Freunde – ich habe wirklich sehr modische Freunde. Da ich mindestens einmal die Woche Outfit-Fotos mache, kann es auch mal vorkommen, dass ich nicht mehr weiß, was ich anziehen soll. Dann mache ich eine zielgerichtete Inspirationsrecherche auf Pinterest und Instagram, wo ich meine Lieblingsaccounts durchgehe.


Wie stylst du dich für wichtige Meetings?
Ich bin ein klassisches Blazer-Mädchen. Ich ziehe fast immer Blazer an, und besonders bei Meetings, weil sie mir irgendwie ein starkes Gefühl geben. Das muss dann auch gar nicht der klassische schwarze Blazer sein – ich habe sehr viele Varianten.




Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Das kann ich nicht so gut, muss ich sagen. Ehrlicherweise hoffe ich auch, dass ich meinen Stil niemals finde, das bedeutet für mich, dass ich mich ständig weiterentwickeln kann. Das einzige, was ich sicher sagen kann ist, dass ich einen ruhigeren, erwachseneren Stil habe, aber dennoch sehr offen für neue Einflüsse und Bewegungen bin – was ja auch das Schöne an Mode ist. Ich definiere meinen Stil außerdem nicht über mein Geschlecht – ich bin ein großer Fan von unisex.



Dein persönlich größter Erfolg bisher?
Das ist amazed. Ich habe das Blogazine vor fünf Jahren mit meinen Freundinnen gegründet. Wir führen das bis heute, es ist erfolgreich und wir können alle davon leben. Was die Sache besonders macht, ist nicht, dass amazed gegründet worden ist, sondern immer noch da ist und mittlerweile zu den führenden Blogazines zählt.



Wie habt ihr das geschafft?
Wir haben uns am Puls der Zeit orientiert. Dazu gehört auch ein bisschen Glück, dass der Puls der Zeit wirklich das ist, was uns persönlich sehr interessiert. Und zwar gesellschaftskritische, feministische und politische Themen. Wir drei kommen aus dem Journalismus und haben alle starke Meinungen. Diese niederschreiben zu können und gelesen und gesehen zu werden, ist ein sehr gutes Gefühl.


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Dein Erfolgsgeheimnis?
Diskutieren lernen. Und nicht jede Kritik direkt persönlich nehmen, sondern lernen. Kritik von dem Persönlichen zu trennen – besonders, wenn man mit Freundinnen zusammen arbeitet. Wenn ich das nicht könnte, hätte ich mich schon längst getrennt von meinen Kolleginnen. Wer ein Business, in dem mehrere Menschen involviert sind, führen möchte, der muss diplomatisch streiten und diskutieren können. Dabei natürlich trotzdem nett bleiben.