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Könntest du ein bisschen über dich erzählen? Wer bist du, was machst du?
Ich mache viele Dinge. Zum einen habe ich einen Vollzeit-Job bei Twitter im Advertising-Sales-Bereich. Vor zwei Jahren habe ich gemeinsam mit meinem Mann ein eigenes Online-Unternehmen Nindyaa gegründet. Wir verkaufen fair produzierte Heimtextilien, das sind beispielsweise Bettwäsche-Kollektionen mit Stickereien aus Pakistan. Es kommen aber noch weitere Produkte hinzu. Außerdem produziere ich Content für Instagram, was mir sehr viel Spaß macht.

Das sind tatsächlich viele Dinge – woher schöpfst du die Energie dafür?
Ich muss viel machen, sonst wird mir schnell langweilig. Ich arbeite gerne. Und wenn einem die Dinge Spaß machen, kommt es einem nicht wie Arbeit vor. Besonders bei der Content-Kreation, wo ich die Zeit vergesse. Aber natürlich kommt man auch manchmal an seine Grenzen. Ich meditiere viel. Gerade nach einem langen Tag bekomme ich so den Kopf frei. Außerdem versuche ich acht bis neun Stunden zu schlafen – sonst funktioniert mein Tag nicht.

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Wie bist du zur Meditation gekommen?
Durch Yoga, was an sich ja schon einen meditativen Ansatz hat. Ich mache viel Yoga und nehme mir immer meine fünf Minuten, um danach noch mal richtig runterzukommen. Mit Apps wie Headspace oder Calm kann ich Meditation in meinen Alltag integrieren.


Was ist dein Erfolgsgeheimnis?
Ich habe viel Lebensenergie und wache prinzipiell immer gut gelaunt auf. Motivation und Energie am Morgen können sehr viel ausmachen. Und ich glaube, das liegt auch daran, dass ich den Schlaf priorisiere und darauf Wert lege genug zu schlafen.



Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?
Ich habe nicht wirklich einen typischen Arbeitsalltag. Finde das auch gut so, weil ich liebe Abwechslung. Ich könnte gar nicht jeden Tag das gleiche machen. Ich habe Kundentermine in verschiedenen Städten, arbeite manchmal im Zug, am Flughafen, im Café, im Home-Office. Was ich aber jeden Morgen mache ist, in mein Bullet Journal zu notieren, was ich an dem Tag erreichen will. Um den Überblick nicht zu verlieren, finde ich es wichtig, sich seine Ziele aufzuschreiben. Wenn ich merke, dass ich immer nur die Hälfte meiner Bullet Points schaffe, dann schätze ich meine Zeit scheinbar nicht richtig ein. Das ist eine gute Methode um zu sehen, wie man arbeitet, wie effizient man ist, was man alles geschafft hat.


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Was war dein größter Erfolg bisher?
Ich weiß nicht, ob ich zu selbstkritisch bin, aber ich glaube, dass er noch vor mir liegt.


Was wäre das?
Der Durchbruch mit meiner Marke. Ich habe bereits jetzt schon so viele Menschen aus aller Welt erreicht, das macht mich sehr glücklich. Mir geht es auch gar nicht darum, tausende von Kunden zu akquirieren. Aber wenn ich ein nachhaltiges Unternehmen weiterentwickeln, neue Produkte designen und Kunden glücklich machen kann, dann sind das sehr schöne Erfolge für mich.


Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Ich finde, dass sich mein Stil immer weiterentwickelt. Und das finde ich gut. Prinzipiell würde ich ihn aber als eklektisch, bunt, urban und gemütlich beschreiben. Und gemütlich im Sinne von: lieber mal flache Schuhe als High-Heels.




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Was ist Eleganz für dich?
Eleganz ist Anmut, eine gewisse Ausstrahlung zu haben. Anmut ist dabei nicht zu verwechseln mit Arroganz. Elegant ist jemand, der eine gewisse Aura hat. Kleidung kann das unterstreichen. Aber das meiste kommt von dem Menschen selbst. Iris Apfel finde ich sehr elegant, weil sie so einen unvergleichbaren Stil hat. Ich finde ihre unterschiedlichen Kollektionen zu Heimtextilien und Schmuck ganz toll. Ich würde gerne einfach mal in ihre Wohnung gehen und mir alles anschauen, was sie über die Jahre gesammelt hat.